Sparbuch

Auch im 21. Jahrhundert ist das Sparbuch nach wie vor einer der beliebtesten Geldanlagen für Kleinanleger. Doch warum hat sich diese Geldanlage zu einem so großen Publikumsfavoriten entwickelt? Schließlich spricht weder der Zinssatz noch irgendetwas anderes für diese Form der Geldanlage, die nach Meinung vieler Experten völlig veraltet ist. Dennoch gibt es eine ganze Reihe von Kunden, die nie im Leben auf ihr kleines schmales Büchlein verzichten würden. Aus diesem Grund lohnt es sich, die einzelnen Vorteile des Sparbuches herauszustreichen aber auch zu ermitteln, weshalb sich diese Form der Geldanlage in der heutigen Zeit kaum noch lohnt.

Mittlerweile gibt es eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Geldanlagen. Angefangen beim Tagesgeldkonto bis hin zum Festgeldkonto sind den Vorstellungen keine Grenzen gesetzt. Wer ind en Genuss hoher Zinsen kommen möchte, setzt in der Regel auf eine renditestarke Geldanlage, die möglichst viel Sicherheit bringt. Dazu gehört beispielsweise das Festgeld aber auch das Tagesgeld (Quelle: Geldanlage). Obwohl es hier einige wichtige und gute Ratschläge von Experten gibt, wenden sich viele Menschen vom Tagesgeld ab und setzen stattdessen lieber auf das Sparbuch. Dieses Verhalten ist wirklich verwunderlich, denn gerade wenn es darum geht, hohe Zinsen zu holen, möchten sich die wenigsten Menschen die extra Euros entgehen lassen.

Beim Sparbuch ist es größtenteils ein psychologisches Phänomen. Es hat mit dem inneren Widerstand der Menschen gegen Veränderung zu tun. Oder anders gesagt: Das Sparbuch hat für Uroma funktioniert, für Oma und für meine Mutter. Deshalb kann es für mich noch lange nicht verkehrt sein. Es bietet in erster Linie die Möglichkeit, die eigenen Umsätze stets im Überblick zu behalten und dabei keine Fehler zu machen. Schließlich tragen die Angestellten am Bankschalter stets die neusten Umsätze ein, dabei kann der Kunde zu jeder Zeit auf sein Geld zugreifen – jedoch nur während der Bankgeschäftszeiten. Letztendlich ist dies aber auch eine entscheidende Schwäche des Sparbuches.

Tatsächlich ist das Sparbuch sehr praktisch, doch die aktuellen Umsätze kann der Kunde trotzdem nicht beim Onlinebanking oder Telefonbanking nachschlagen. Darüber hinaus sind Kunden regelmäßig an die Öffnungszeiten der Banken gebunden. Dies vermittelt nicht gerade ein Gefühl von Unabhängigkeit. Dazu sind die Zinsen einfach nicht mehr besonders attraktiv. Bei einer Inflationsrate von rund 2% sind Zinsen in Höhe von 0,5% nicht mehr besonders spannend. Anleger möchten bei ihrer Kleinanlage zumindest die Inflation wieder auffangen. Dazu müssen sich Kunden jedoch an andere Geldanlagemöglichkeiten wenden. Dazu gehört beispielsweise das Tagesgeld oder das Festgeld.

Doch gerade für ältere Bürger ist das Tagesgeld schwer greifbar. Viele Menschen über 60 sind nicht besonders sattelfest wenn es um die Bedienung eines Computers geht. Auf das Onlinebanking können sie oftmals nicht zugreifen. Aus diesem Grund vermittelt das Sparbuch ihnen auch heute noch ein Gefühl von Sicherheit, da sie stets einen greifbaren Überblick über ihre Finanzen haben.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich das Sparbuch für viele Menschen auszahlt. Letztendlich kommt es bei dieser Form der Geldanlage auf den Kunden selbst an. Einige verzichten bewusst auf das Sparbuch, da die Zinsen alles andere als attraktiv sind.